Nachdem unser Kleiner mittlerweilen ganz artig an der Hand überall hin mit und durch geht (mit Mami gleichzeitig aus dem kleinen Brunnnen im Steinhauserwald zu trinken, findet er richtig lässig), tasten wir uns langsam ans „geritten werden“ heran. Der Sattel schien ihn schon beim ersten Mal auflegen kaum zu stören, da hat sich die Vorarbeit mit Longiergurt, dann Gurt und Satteldecke, dann Gurt und Pad (kann ja auch mal etwas Längeres auf dem Rücken liegen) sehr bewährt. Einzig der Fakt, dass das Ganze auf seinem Rücken und nicht in Reichweite seiner Lippen und Zähne geschieht, stört ihn wohl etwas an der ganzen Sache 😉
Zur langsamen Gewöhnung an etwas mehr Gewicht auf dem Rücken habe ich seine Freude am Schwimmen ausgenutzt. Wenn er jeweils so weit im See drin steht, dass fast der ganze Körper unter Wasser ist, streiche ich ihm jeweils über den Rücken und habe auch schon vorsichtig versucht, mich über seinen Rücken zu legen. So hat er kaum Gewicht zu tragen – ich schwimme ja neben ihm im Wasser – und doch spürt er etwas grossflächiges auf seinem Rücken. Natürlich achte ich immer auf feinste Signale von ihm, möchte ja nicht, dass er plötzlich erschrickt und in Panik gerät, weil er im Wasser nicht so agil ist wie an Land. Beides nimmt er jedoch völlig gelassen, ist ihm das Planschen doch viel wichtiger.
Auch an Land üben wir schon fleissig, neben Bänkli und anderen „Aufsteighilfen“ anzuhalten und einen Moment auszuharren. Wenns dann noch ein Guetzli von der über den Sattel lehnenden Steffi gibt, scheint der Herr restlos glücklich zu sein.
Neben den Vorbereitungen für das geritten werden sind wir aber immer noch hauptsächlich am spazieren und longieren. Als weitere Herausforderung werden wir noch das Mitgehen als Handpferd in Angriff nehmen, allerdings müssen wir noch etwas am Tempo arbeiten, bis er mit Frenesy mithalten kann…