Jipiiiii, Security und ich haben unser erstes offizielles CC-Turnier gemeistert!
Und das erst noch mit nem Nuller-Ritt im Cross 🙂 Bin sooo stolz auf meine Grosse, sie ist einfach die Beste!!
Aber hier der Reihe nach: mit Jannine als gute Seele an der Seite fuhren wir am frühen Morgen nach Dübendorf. Dort hiess es Startnummer holen, eine Übersicht übers Gelände verschaffen und dann Rössli parat machen und aufwärmen für die Dressur. Merke: auch für das Dressurprogramm sind Stollen von Vorteil, da es bei hartem Boden auch dort ganz schnell rutschig wird. Hufschuhe sind in der Dressur zwar nicht erlaubt, aber die Barhüfler rutschen ja auch nicht so schnell wie die beeisten Artgenossen. Secceli lief recht locker und entspannt auf dem Abreitplatz. Im Dressurprogramm selber ritt ich dann etwas untertourig, damit ich ja nicht in Sitznot kommen würde resp. der Armen nicht in den Rücken plumpsen wollte. Somit war das Ganze halt etwas schwunglos und ohne Elan. Aber ich bin trotzdem mega happy mit unserer Vorstellung, ich konnte mir das Programm merken und Secceli ist immer schön bei mir geblieben und hat hingehört.
Drum also danach sofort Pferdi gaaaaanz fest loben, gut ausschritten, absatteln, abspritzen, fressen lassen und dann wieder im Hänger versorgen, damit wir pünktlich zur Cross-Besichtigung mit Eveline beim Treffpunkt waren. Eine Cross-Besichtigung mit einem erfahrenen CC-Reiter kann ich jedem nur wärmstens empfehlen! Eveline hat uns ganz viele nützliche Tips und Inputs geben können und ist dabei stets positiv geblieben. Sie hat uns zu jedem Hindernis ihre Gedanken geschildert und erklärt, worauf sie achten würde. Super gut passte für mich ihre Ausführung zum Alternativ-Sprung Nr. 7. Das war ein ziemlich luftig überbauter Graben, der von der Höhe her wohl gut machbar war, aber für die reiterliche Einschätzung schon etwas „Guckig“ aussah. Als Alternative konnte dort nochmal Sprung 3 geritten werden, was halt dann einen längeren Weg mit sich führte. Eveline meinte, dass wir je nach Gefühl bei den vorhergehenden Sprüngen den überbauten Graben anreiten oder halt gleich direkt zum Alternativsprung reiten sollten. Auch für die langen Galoppierstrecken gab sie uns mit auf den Weg, diese auch mal zum „Durchatmen“ zu benutzen und auf dem Weg das Pferd einfach mal laufen lassen sollten. Der „schönste Sprung des ganzen Cross-Parcours“ war die Nr. 16, welcher für mich schon etwas sehr gross u massig schien. Aber auch hier hatte Eveline völlig recht, wie sich später dann im Cross zeigen würde.
Danach nahm uns Eveline gleich auch noch mit in den Springparcours und wir konnten dort mit ihr die besten Wege und Wendungen besprechen. Nach gefühlten 100-mal-Parcours-ablaufen konnte auch ich mir die Reihenfolge merken und so ging’s guten Mutes wieder zurück zu Secceli, die ganz zufrieden im Hänger döste. Also Pferd wieder raus, wieder zurechtgemacht, gesattelt und neue Hufschuhe mit richtig guten Stollen montiert (vielen Dank an Fam. Rohner für die superschnelle Lieferung und an Steffi für den Tipp!!!) und dann ab auf’s Pferd und wieder aufwärmen. In Gedanken nochmal den Parcours durchgegangen und auf dem Abreitplatz nur ein paar wenige Sprünge gemacht, damit ich ja mit gutem Gefühl in den Parcours reiten konnte. Und dann war es tatsächlich so weit, Secceli und ich durften (mussten??) ganze 10 Sprünge in einer Höhe von unglaublichen 90cm (nicht lachen, für mich ist das riiiiiiesig 🙂 ) überwinden. Zum Glück hatte ich gar keine Zeit um weiche Knie zu bekommen und Secceli machte einfach, was ich ihr sagte. Natürlich haben wir beide fast keine Erfahrung im Parcours springend und dementsprechend fielen dann auch ein paar Stangen runter. Aber Secceli liess sich nicht beeindrucken (oder war so überrumpelt von der Aufgabe – sorry, Secceli) und sprang einfach brav weiter. Und dann war es auch schon vorbei und wir waren weiter!! Juhuu, mein Ziel war erreicht, uns hats nicht schon im Springparcours rausgeläutet und wir durften also tatsächlich am Nachmittag auch noch das Cross reiten!! Einfach unglaublich, ich konnte es kaum fassen. Und das alles dank meinem supertollen oberhammertoleranten Pferdchen!!
Drum konnten wir dann den Mittag richtig geniessen, Pferdi gut versorgen, kühlen und ein Weidli wurde auch abgesteckt, damit es dem Star des Tages an nichts fehlen würde. Wir konnten in aller Ruhe nochmal den Geländeparcours durchgehen und ich hatte auch genügend Zeit, die Runde wieder gefühlte 100 mal im Kopf durchzugehen, damit ich auch ganz sicher war, wo der Weg durchging und welche Hindernisse nacheinander kamen.
Und dann kam er näher, der Geländestart. Um punkt 16:12 piepste für uns die Startuhr und Secceli und ich schossen aus dem Startfeld Richtung Baumstamm Nr. 1. Secceli war wohl schon wieder etwas überrascht, dass jetzt nochmal Sprünge kamen und zögerte etwas an den ersten paar Hindernissen. Ich konnte sie sogar richtig gegen die Sprünge reiten, was ich mir ja im Training so oft gewünscht hatte. Ab Sprung 4 kam dann langsam der Rhythmus, Secceli schien verstanden zu haben, dass es hier tatsächlich um einen Geländeparcours ging und suchte nun wie ein alter Hase die Sprünge. Durch ihr Zögern bei Sprung 1 und 2 entschied ich mich, die Alternative zum überbauten Graben Nr. 7 zu nehmen, was mir zwar einen weiteren Weg, dafür aber ein flüssiges Weiterreiten ermöglichte. Dann ab durchs Wasser (davor nochmal etwas aufgenommen wegen der Kurve), weiter in guter Anlehnung über das Talü und dann über den schönen Trakehner raus ins offene Feld und in einem Schnutz den Hang hoch. Meine Bedenken, ob sich Secceli nach diesem freien Galopp auch wieder gut einsammeln liess, waren völlig unnötig, sie suchte nach der Kurve regelrecht den nächsten Sprung. Und lief wie ein Uhrwerk weiter, schnurgerade über die Sprünge, den steilen Hang hoch, über den nächsten Baumstamm und wieder die lange Strecke runter Richtung Festwirtschaft. Auch hier, einmal „Aufpassen“ gesagt und schon war sie wieder bei mir, spitzte die Ohren und wir flogen weiter über alle Hürden Richtung Ziel. Auch Sprung Nr. 20, eine für uns recht ungewohnte Mauer, nahm sie im Schuss und schon waren wir durch die Zieltore durch. Ich konnte mein Glück kaum fassen, wir waren durch, mit Null Fehler, kein Rumpler, keine brenzlige Situatuion, einfach so wie am Schnürchen über alle 20 Hindernisse. Was für ein tolles Gefühl!! Das kann wirklich süchtig machen 🙂 Und Secceli wirkte so was von zufrieden und happy nach dem Cross! Sie liess sich nach genügend langem Auslaufen von allen betüddeln und loben und merkte wohl auch, dass sie das jetzt richtig super toll gemeistert hatte.
Ein riesen Dankeschön allen Helfern und Mental-Unterstützern wie Jannine, Corinne, Claudia & Claire, Manuela, Fabienne und Katrin und natürlich dem Star-CC-Fotografen Pipo!! Und auch danke an Eva für die vielen tollen Trainings, in welchen wir uns langsam diesem Ziel nähern konnten! Ohne euch hätte das Ganze nur halb so viel Spass gemacht (und deutlich mehr Nerven gekostet 😉 ).
Springparcours – für unser aller erstes Mal bin ich ja soooo was von zufrieden 🙂
Cross – der erste Teil (vom Handy aus, leider nicht soo scharf, aber wir sind überall drüber gekommen:-)


















Hammer Aufnahmen vom Cross (auch wenn nicht so scharf :-)) gseht würkli super us 🙂
hey, das händ ier zwei würkli meeeega super gmacht!! bin uu stolz uf üch!! (ich ha ja scho bim zueluege fascht id hose gmacht… ;-))
glg, katrin
cool, de zweiti teil vom cross isch jetzt au online! danke fabienne! s beschti isch d luutschprächer-durchsag…. 😉
Das hani gar ned gmärkt, ich hans natürli ohni Ton aglueget… aso mir gfallt de Jubel nach de Ziillinie am Beste 🙂