Wanderritt durch den Schwarzwald 2014

Dieses Jahr ritten wir zu viert durch die wunderschönen Wälder, Hügel und Täler und genossen 10 Tage lang trockenes Wetter, viel Sonne und die Schwarzwälder Gastfreundschaft. Noëlle und Impi, Lisa und Zona, Gisela resp. Feli und Fräsy und ich mit Security und natürlich Herdenschutzhund Wilma bildeten ein super Team und mussten weder schmale Brücken noch anderweitig schwierige Passagen meistern. Also geländetechnisch fast schon „langweilig“, dafür aber auch seeeehr entspannend war unsere diesjährige Route. Ausgangspunkt war einmal mehr der Brunnmatthof von Marion Diemer. Von einer Nacht im Blockhaus resp. Zirkuswagen ging es los zum Hagnauer Hof in Krenkingen, wo uns ein malerischer Hof mit wunderschön ausgebauter Scheune und noch besserem Essen erwarteten. Und die beiden Wilma-tauglichen Terrier bildeten neben der super netten Familie Jacoby noch das Tüpfelchen auf dem „i“ 🙂
Völlig relaxed ging es dann am nächsten Morgen mit dem Adrenalin-Kick für Gisela los: sie „durfte“ mit Routinier Fräsy die Furt und den anschliessenden „wegen Unternutzung zugewachsenen“ Trampelpfad als Erste durchqueren. Mutig kämpften sich Ross und Reiter durch die Fluten und das Meer von Essigblumen und ebneten den Weg für die Nachhut! Als Dank erwartete uns der wunderschöne Weg entlang der Mettma bis hoch nach Grafenhausen, wo wir wie jedes Jahr auf dem Criollo-Hof unser Nachtquartier bezogen. Lisa und Gisela sprangen mutig in den kühlen Schlüchtsee, um sich auf die kalte Nacht in der Scheune vorzubereiten. Aber wie könnte man sonst herausfinden, welches nun der beste sprich wärmste Schlafsack von allen ist?? Und zur allgemeinen Erleichterung erwartete uns am nächsten Tag auf der Stallegg ein zum Massenlager umfunktioniertes Wohnzimmer mit Flat-Screen-TV 🙂 Während wir uns also mit der DVD-Sammlung aus den 80er Jahren auseinander setzten, durften sich unsere Pferde auf den Paddocks mit einer wunderschönen Aussicht hoch über die Wutach-Schlucht (und zum Leidwesen von Security auch noch mit Hängebauchschweinen) herumschlagen.
Tags darauf war die direkte Strecke nach Lenzkirch sehr kurz bemessen, was uns Raum für das Auskundschaften des umliegenden Reitgebietes liess. Voller Erwartungen ritten wir in Richtung „überall hat’s Waldwege mit weichen Böden und Grasstreifen in der Mitte“ – und wurden nicht enttäuscht! Tolle Wege, soweit das Auge reicht, endlose Trab- und Galoppstrecken…was mich so doll beeindruckte, dass ich schon mal die Strecken und Distanzen nicht mehr so genau wahrnahm und wir dann dementsprechend „offside“ von der eigentlich geplanten Route rauskamen. Aber die Wege waren es auf jeden Fall wert, wo kann man sonst noch mit gutem Gewissen 20min am Stück traben und galoppieren?!? In Lenzkirch auf dem Kreuzhof von Andrea Spall durften die Pferde auf der Koppel dann die müden Glieder ausruhen, während wir wie die Fürsten im Gasthaus Rogg die weichen und warmen Betten genossen. Vorher mussten wir uns leider noch von Gisela verabschieden, die pflichtbewusst am nächsten Tag die Homöopathie-Schulbank drücken musste (in meinen Augen hast du das gar nicht mehr nötig, für alle unsere Wehwechen hast du uns ja locker ein Mitteli aus dem Ärmel schütteln können – hunderttausend Dank dafür!!!)…
Der Pausentag am Mittwoch trug uns dann zum Shopping-Trip nach Downtown Lenzkirch, wo wir nach befriedigter Einkaufswut und pflichtbewusstem Kartenkauf im Kurhaus bei WLAN und Kuckucks-Uhrensammlung das verpasste Weltgeschehen in Form von Whatsapp-Nachrichten nachholen mussten. Am Abend stiess dann Feli zu unserer Wandergesellschaft und wir konnten am nächsten Morgen frisch gestärkt den Weg zum Raimartihof am Feldberg in Angriff nehmen. Der Aussichtspunkt „Schluchseeblick“ lud uns zu einer gemütlichen Mittagspause ein, die Pferde waren zufrieden mit dem lokalen Grasangebot und wir Reiterinnen konnten unsere Packtaschen schon mal um ein paar Gramme aus der Provianttasche erleichtern. Der Aufstieg auf die 1900 m ü.M. verlief dann sehr sanft und kräfteschohnend (vor allem für die reitenden Damen). Umso grösser war dann der Kulturschock auf dem sehr touristischen Raimartihof, hatten wir doch vorher kaum jemanden unterwegs angetroffen. Als dann auch noch 4 Kutschen mit gefühlten 1000 Senioren anreisten, waren wir doch alle froh, dass wir uns spätestens am Abend in unser Strohlager zurückziehen durften. Elisa und Kira mit Papa leisteten uns dort Gesellschaft und wärmten uns quasi von unten her auf. Und mit der tollen Gute Nacht Geschichte konnten natürlich auch alle super schlafen.
Nach einem leckeren Frühstück mit frischer Ananas und Horrorstory von ausgebüxten Pferden von den Nachbar-Wanderreiter wanderritten wir weiter zum Bartlehof in Schönenbach, wo uns die weiss umzäunten Paddocks, feines Bier und gutes Essen die Strapazen vergessen liessen.
Die nächste Strecke war wiederum sehr kurz, und so ritten wir einen weiteren „Umweg“ um die schöne Gegend weiter zu erkunden. Pünktlich zu den ersten (und einzigen) Regentropfen hatten wir unsere Pferde auf der grossen Weide vom Pegasus-Hof in Brenden verstaut und mussten gar nicht mehr sooooo arm dreinblicken, damit uns Ilsabe ganz spontan doch noch ein Zimmer unter Dach statt der geplanten Tipi-Übernachtung anbot (also ich hätte natürlich gerne das Tipi ausprobiert, aber natürlich musst ich mich brav der Mehrheit fügen *duckundweg* 🙂 ).

Ohne Grossesel Max im Schlepptau, dafür mit einer weiteren Bekanntschaft mit herzlichen, hilfbereiten und unkomplizierten Pferdemenschen machten wir uns doch auch etwas getrübt auf die letzte Etappe unseres Rundrittes. Dafür wurden wir auch hier mit wunderschönen Wegen entlang der Schwarzaa und durch Tannenwälder belohnt. Ebenfalls durften sich die pferdebegeisterten Mädels unter uns an einer (Fohlen-?)Weide oberhalb von Ay noch einmal an den wunderschönen Tieren sattsehen, bevor wir dann den letzten „Gupfen“ in Angriff namen und schweigend und ganz besinnlich zurück auf den Brunnmatthof wanderten.

Merci an euch alle, das war für mich wirklich einer der der schönsten Wanderritte seit langem, und ich kam wirklich richtig relaxed und zufrieden zu Hause an. Ein riesen Rüebli-Dankeschön an unsere Pferde, die uns sicher und scheinbar mühelos durch das ihnen fremde Gebiet trugen. Und auch ein spezielles Riesendankeschön an mein Schwesterherz, dank deinem Fahrservice konnten wir bequem und sehr unkompliziert reisen und hatten sogar noch frische Wäsche zwischendurch (also uns wäre das ja egal gewesen, aber all die armen Wanderer, die dann in die Büsche hätten hüpfen müssen vor lauter „Duft“… 🙂  )

Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf das nächste Jahr und melde mich bald schon mit Terminvorschlägen!!

Fotos sind ebenfalls in Bearbeitung, kann mich nur noch entscheiden, welche ich hier posten will…

3 Gedanken zu “Wanderritt durch den Schwarzwald 2014

  1. wo sind d föteli?!?!

  2. Nur kei Stress, susch gibi si dier zum sortiere…

  3. da git glaub würkli kei Föttis meh . . . .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert