Infotag mit Dominique Barbier vom 6.12.08

Sein Buch gilt ja schon lange als Geheimtipp unter „belesenen“ Reiter. Nur hätte ich seine Worte gerne mal in Taten umgesetzt gesehen. Und siehe da: Manuela Tuena organisierte zum Samichlaus einen Infotag mit dem in Kalifornien lebenden Franzosen. In der Einleitung erzählte er nochmal von seiner Überzeugung, dass man Pferde ganz stark über mentale Bilder ansprechen kann, dass es wichtig ist, ein Pferd „im Kopf“ zur Mitarbeit zu überzeugen, es in einen Zustand zu bringen, in dem es die geforderte Bewegung ausführen kann. Auch seine 4 Eckpfeiler Richtung, Rhythmus, Biegung und Leichtigkeit legte er dar. Das alles brachte er auf humorvolle Weise und ohne esoterische Beigeschmack rüber. An 3 unterschiedlichen Pferden zeigte er dann auch, wie er seine Arbeit mit Pferden aufbaut. Seine Hand- und Longenarbeit finde ich eher gewöhnungsbedürftig: er bindet das Pferd (nur) am inneren Trensenring aus resp. führt die Longe durch den inneren Trensenring und dann zum Gurt. Dies soll das Pferd dazu einladen, den Hals fallen zu lassen und sich nach innen zu biegen… Bei ihm funktionierte das recht gut, für meinen Geschmack waren die Pferde alle „überstellt“. Aber laut Barbier lassen sich die Pferde so am besten lösen. Auch beritten arbeitete er an den Seitengängen – hauptsache, die Beine kreuzen sich. Mit seiner ruhigen, konsequenten und stets freundlichen Art hat er aber auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Weitere Infos gibts unter www.dominiquebarbier.net

Und Fotos wie immer hier: http://blog.lua.ch/gallery_AL/main.php

Schirano’s Fortschritte

Wir sind fleissig am Üben: der Kleine trägt Bianca (natürlich nur für kurze Zeit) gelassen durch jegliches Gelände, die Longierzirkel werden immer runder und gleichmässiger, und wenn Schirano richtig fit ist, bietet er sogar einen schönen, durchgesprungenen Galopp an!
Um mein zukünftiges Militarypferchen schon etwas einzustimmen, haben wir einen nahe gelegenen Graben in unser Hüpf-Training miteinbezogen. Beim ersten Versuch landete er noch fast auf meinen Füssen, doch bald hat er richtig Spass an der Sache bekommen und springt heute sogar schon vor mir ab. Auch die Aussichtsbänke am Zugersee haben wir zur Gymnastikreihe umfunktioniert, wobei die Gymnastik nur darin besteht, nach überwundenem Hindernis den Hals genug stark zu biegen, damit man schnellstmöglich an die Belohnung rankommt 😉
Auch ans Handpferdereiten hab ich mich gewagt. Anfangs hatte ich noch etwas Bedenken wegen dem Tempounterschied zwischen Fräsy und Schirano, aber der Fribibube passt sich prima an und ist schon beim ersten Mal auf Schulterhöhe mitgetrabt, als hätte er nie was anderes gemacht.

Reitkurs mit Andrea Schmitz vom 7. – 9.11.08

Gespannt reiste ich dieses Mal mit Fräsy in die Ostschweiz, hab ich doch schon lange keinen Kurs mehr bei Andrea besucht. Doch sie konnte sich noch gut an uns erinnern und meinte, dass Fräsy ja viel runder und elastischer als beim letzten Mal gehen würde (bin natürlich grad 5cm grösser geworden im Sattel 😉

Wir schauten zuerst die Handarbeit an: damit ich Frenesy zu längeren Piaffetritten „überreden“ konnte, versuchten wir, sie mit Piaffe-Trab -Piaffe Übergängen etwas aus ihrem gewohnten Programm zu holen. Um die Tritt etwas grösser werden zu lassen, haben wir auch das Anpiaffieren aus dem Rückwärtsrichten ausprobiert. (Daraus lasse sich dann bei Frenesy auch die Passage entwickeln, meinte Andrea…)

Auch geritten wagten wir uns an schwingende Piaffetritte, die Frenesy mit Andrea’s Hilfe vom Boden aus wunderschön zeigte *megastolzbinaufmeinpferdchen*.

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Um die Galoppsprünge etwas gesetzter zu bekommen, musste ich aus einer kleinen Schrittvolte in Traversstellung heraus angaloppieren, und das dann möglichst rund, ruhig und mit bleibender Traversstellung. Ich hatte noch arg Mühe, mein Gewicht schön über dem inneren Sitzbeinhöcker zu behalten, aber mein braves Pferdchen hat sich mega angestrengt. andrea-schmitz08_1mpg

Eine andere Übung dazu war das Angaloppieren aus der Piaffe heraus – ein supertolles Gefühl!!

Und für die Augenblicke, in denen Frenesy wieder ins Zappeln und Davonrennen kommt, hat mir Andrea ein weiteres Mal die Augen geöffnet: Statt die Repriese ganz abzubrechen, soll ich Frenesy weich biegen und noch mal wenige, geschmeidige Tritte verlangen. So konditioniere ich sie nicht auf zappeln = Lektion fertig, und durch das Biegen muss ich automatisch meine Beine am Pferd lassen (die sonst leider immer noch ab und zu nach vorne rutschen). andrea-schmitz08_4mpg

Wir sind also nach diesen 3 Tagen voller Ideen wieder heimgereist und machen uns nun an deren Umsetzung…

14th Cowhorse Day in Sarnen, 18.10.08

Dieses Jahr hatten es die Sarner Rinder in sich: nicht nur wir haben uns die Zähen am „klebrigen“ 2, das aus jeder erdenklichen Situation wieder zu seiner Herde zurückfand oder am standfesten 20, das sich erst dann bewegte, als es Olenas Hufe von unten zu sehen bekam, ausgebissen. Viele anderen Teams mussten ihren Lauf mit dem Läuten der Zeitglocke beenden oder sich mit weniger als 3 Rinder im Panel zufrieden geben. Natürlich war die reiterliche Leistung auch nicht immer ganz perfekt, so konnte ich einige Male Heri’s Zuruf: „Chuäbei!!!“ in Gedanken schon fast hören… Als Gegenleistung haben die Obwaldner aber gutes Wetter bestellt, und bei traditionellen Chässchnitten und einem feinen Cowboy Coffee waren am Ende des Tages doch wieder alle zufrieden (vor allem ein gewisses Team, welches es trotz allem doch noch auf den 4. Platz geschafft hat 😉

Vielen herzlichen Dank an Max und Sonja für die tollen Fotos!!!

Dualaktivierung-Kurs mit Hugo Küng

Unser ansonsten sehr spring-lastiger Kavallerieverein hats doch tatsächlich geschafft, einen Dualaktivierungs-Trainer für 4 Lektionen zu organisieren. Natürlich habe ich mich und Frenesy sofort angemeldet, erstens muss man solche alternativen Auswüchse unbedingt unterstützen, und zweitens wollen wir ja schön mit dem Trend gehen 😉
Und es hat sich gelohnt! Hugo Küng erwies sich als kompetenter und ideenreicher Lehrer, der ein gutes Auge für Pferd und Reiter hat. Sofort erkannte er unser Schwächen und lotste uns so durch die blau-gelben Stangen und Pilonen, dass ich doch das eine oder andere Mal einen schwingenden Rücken spüren und mein Pferdchen richtig um den inneren Schenkel biegen konnte. Frenesy schien auch besser  zu verstehen, was die da oben eigentlich will. Ich kann also jedem Interessierten so einen Kurs wärmstens empfehlen!