{"id":1988,"date":"2013-12-23T08:31:34","date_gmt":"2013-12-23T07:31:34","guid":{"rendered":"http:\/\/steffisblog.ch\/wordpress\/?page_id=1988"},"modified":"2014-02-28T09:06:15","modified_gmt":"2014-02-28T08:06:15","slug":"wanderreiten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/steffisblog.ch\/wordpress\/?page_id=1988","title":{"rendered":"Wanderreiten"},"content":{"rendered":"<p>Als begeisterte Wanderreiterin habe ich hier mal einige Gedanken zum Wanderreiten festgehalten. Nat\u00fcrlich noch lange nicht vollst\u00e4ndig, aber ich bleibe drann&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Sattelunterlagen<\/span><\/p>\n<p>Die Satteldecke soll druckabsorbierend, schnelltrocknend sein und \u00a0zwingend bis unter die Packtaschen reichen (sonst kann\u2019s auch hier Druckstellen geben).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.armeeshop.ch\/shop\/shop_fr.php\"><b>Woilach<\/b><\/a>: Der Vorteil vom Woilach liegt klar darin, dass er sehr multifunktional ist: als Abschwitzdecke f\u00fcr das Pferd, als Picknickdecke oder Schlafdecke f\u00fcr den Reiter oder auch als Abdeckdecke f\u00fcr unterwegs (z.B. \u00fcber gef\u00e4hrliche Kuhgitter am Boden gelegt) kann er benutzt werden. Und jeden Tag kann eine \u201eneue\u201c, saubere Seite aufs Pferd gelegt werden. Der Nachteil des Woilaches ist, dass damit ganz sorgf\u00e4ltig gesattelt werden muss, damit keine Falten unter dem Sattel entstehen. Zudem rutscht der Sattel gerne auf diesem Material, deshalb soll er vor dem grossen Ritt wirklich ausgiebig getestet werden, damit allenfalls etwas der \u201eRutschigkeit entsprechend\u201c gesattelt werden kann.<\/p>\n<p>Neben dem Woilach eignen sich auch folgende Unterlagen:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.lammfell.net\/\" target=\"_blank\"><b>Lammfell<\/b><\/a>:\u00a0Luftzirkulation, Druckverteilung und D\u00e4mpfung sind hervorragend, allerdings trocknet es nur sehr\u00a0langsam wieder. Auch wichtig zu beachten ist, dass das Lammfell dicker ist als eine &#8222;normale&#8220; Sattelunterlage, deshalb unbedingt abkl\u00e4ren, ob die Sattelpassform damit noch gew\u00e4hrleistet ist.<\/p>\n<p><b>Medizinischer Hohlfaserfloor (<a href=\"http:\/\/www.medi-cheval.net\/epages\/61069904.sf\/de_DE\/?ObjectPath=\/Shops\/61069904\/Categories\/Wanderreitpads\" target=\"_blank\">Medi-Cheval<\/a>)<\/b>: hat die gleichen Eigenschaften wie Lammfell, trocknet aber viel schneller (und ist leider auch viel teurer\u2026)<\/p>\n<p><b>Filz oder Noppen (von <a href=\"http:\/\/www.grandeur.de\/seiten\/index.php?site=startseite\" target=\"_blank\">Grandeur<\/a>)<\/b>: gute Luftzirkulation, trocknet sehr schnell<\/p>\n<p>Diverse Decken aus dem <a href=\"http:\/\/www.enduranceshop.ch\/index.php\" target=\"_blank\">Endurance-Bereich<\/a>: hier sind die Spezialisten f\u00fcr lange, schweisstreibende Ritte \ud83d\ude42<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Sattel<\/span><\/p>\n<p>Der Sattel sollte nat\u00fcrlich sehr gut passen, was ich aber eigentlich schon als selbstverst\u00e4ndlich anschaue, wenn das Pferd sonst auch damit geritten wird. Hier \u00fcber die Passform des Sattels zu philosophieren, w\u00fcrde definitiv den Rahmen sprengen. Nat\u00fcrlich ist eine m\u00f6glichst grosse Auflagefl\u00e4che besser f\u00fcr das Pferd, weil dadurch das Gewicht besser verteilt wird. Und die Trachten- oder Hohls\u00e4ttel bieten nat\u00fcrlich auch mehr Befestigungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Packtaschen. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass durchaus auch mit einem \u201enormalen\u201c Dressursattel l\u00e4ngere Ritte absolviert werden k\u00f6nnen, zumal ich halt immer m\u00f6glichst sportlich d.h. auch mit m\u00f6glichst wenig Gewicht unterwegs sein will. Wenn Reiter und Pferd an den Sattel gew\u00f6hnt sind, sehe ich hier keine Probleme. Wie das aber mit mehr Gep\u00e4ck aussehen w\u00fcrde, kann ich leider nicht beurteilen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Kleidung<\/span><\/p>\n<p>Bew\u00e4hrt hat sich auch hier das altbew\u00e4hrte Zwiebelprinzip: je nach Witterung kann eine Schicht mehr an- oder abgezogen werden. Nat\u00fcrlich helfen uns auch die neuen Funktionskleider, diese sind meist sehr leicht, d.h. wenig Gewicht f\u00fcr\u2019s Pferd und gut verstaubar. Auch trocknen diese Kleider meist sehr schnell und eignen sich deshalb auch sehr gut, wenn unterwegs einmal gewaschen werden kann. Was ich pers\u00f6nlich immer dabei habe, ist ein Hals- resp. Dreieckstuch, welches ich prim\u00e4r um den Hals trage, aber auch gut als weitere Befestigungsm\u00f6glichkeit, Polsterung, Reibungsverhinderer oder im Notfall auch zum Abbinden einer Wunde benutzt werden kann.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hauptner.ch\/de\/pferdesport\/reiten-fahren\/wanderreiten\/sattel-packtaschen.html#\/page\/1\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Packtaschen<\/span><\/a><\/p>\n<p>Hier gibt es mittlerweilen eine Vielzahl davon auf dem Markt, die grosse Auswahl macht es nicht immer einfach, das richtige Modell zu finden. Wenn immer m\u00f6glich, rate ich dazu, einige Taschen auszuprobieren. So merkt man relativ schnell, welche Taschen f\u00fcr welchen Sattel in Frage kommen resp. wie viel pro Tasche noch angepasst\/umgen\u00e4ht oder erg\u00e4nzt werden muss. Was immer beachtet werden soll:<\/p>\n<ul>\n<li><b>Gewicht<\/b>: ich bevorzuge leichte Taschen aus festem Tuchmaterial. Die sind zwar nicht wasserfest, aber ich packe sowieso alle Sachen nochmals in einen kleinen Plastiksack ein. Die wasserfesten Packtaschen (z.B. Leder oder von Ortlieb) sind zwar sch\u00f6n praktisch und stabil, aber das Gewicht spar ich mir lieber f\u00fcr andere Sachen<\/li>\n<li><b>N\u00e4hte<\/b>: billige Taschen sind manchmal auch sehr billig verarbeitet. Wenn dann ausgerechnet auf dem Ritt eine Naht aufgeht, ist das nicht immer praktisch<\/li>\n<li><b>Befestigungsm\u00f6glichkeiten<\/b>: wie l\u00e4sst sich die Tasche m\u00f6glichst fest, gleichm\u00e4ssig und sicher an meinem Sattel befestigen? Merke, das Gewicht der Taschen darf NIE direkt auf dem Pferder\u00fccken liegen, sonst entstehen ganz schnell Druckstellen oder Verspannungen beim Pferd! Die Packtaschen sollten immer \u00fcber den Sattel\/Trachten\/Horn\/Vorderzwiesel befestigt werden.<\/li>\n<li><b>Verschluss<\/b>: Netztaschen aussen oder Getr\u00e4nkehalter sind sehr praktisch, aber mancher Inhalt ist in h\u00f6herem Tempo dann doch rausgefallen\u2026<\/li>\n<li><b>Farbe<\/b>: gr\u00fcne Taschen in der gr\u00fcnen Wiese zu suchen, macht nicht immer Spass \ud83d\ude42<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch wichtig erscheint mir, dass das zus\u00e4tzliche Gewicht auch vertikal gleichm\u00e4ssig auf dem Pferd verteilt wird. Die hinteren Packtaschen sind meist gr\u00f6sser, deshalb empfehle ich umso mehr, auch vorne (kleine) Packtaschen oder zumindest Flaschenhalter zu befestigen, damit nicht das ganze Gewicht ausschliesslich hinten am Sattel h\u00e4ngt. Der Schwerpunkt des Sattels sollte auch mit Gep\u00e4ck immer noch korrekt liegen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Training<\/span><\/p>\n<p>Je fitter das Pferd, desto mehr kann der Wanderritt genossen werden! Zwar sind wir auf einem Wanderritt und keinem Distanzrennen, doch sind die Stressfaktoren auch ohne Tempodruck f\u00fcr das Pferd schon gross genug: wir reiten (meist) in fremder Umgebung, \u00fcbernachten in unbekannten St\u00e4llen, es sind (meist) neue Pferdegsp\u00e4ndli dabei, das Futter unterwegs ist anders als zu Hause und der gewohnte Tagesrhythmus wird auf den Kopf gestellt. Das t\u00f6nt jetzt alles ganz negativ, ist es aber nat\u00fcrlich nicht. Der grosse Pluspunkt eines l\u00e4ngeren Rittes darf nicht vergessen werden: auf einem Wanderritt kann sich das Pferd fast den ganzen Tag lang kontinuierlich bewegen. Und daf\u00fcr sind unsere Tiere ja eigentlich gemacht! Unsere Aufgabe ist es nun, ihnen das zus\u00e4tzliche Reiter- und Gep\u00e4ckgewicht so angenehm wie m\u00f6glich zu machen und sie auf die zus\u00e4tzlichen Herausforderungen auf einem Wanderritt vorzubereiten.<\/p>\n<p>Zum Einen spreche ich hier von der k\u00f6rperlichen Fitness des Pferdes (und nat\u00fcrlich auch des Reiters). Klar kann ein Pferd, welches jeden Tag 1h bewegt wird, mal einen Tagesritt absolvieren. Aber die Belastung vor allem auch f\u00fcr den R\u00fccken ist bei einem Mehrt\u00e4ger schon ganz anders als bei einem st\u00fcndigen Ritt. Deshalb sollten das Trainingspensum hochgeschraubt werden, wenn ein mehrt\u00e4giger Ritt ansteht. Wie beim Menschen, brauchen auch die Pferdemuskeln- und B\u00e4nder einige Zeit, um sich der erh\u00f6hten Beanspruchung anzupassen. Darum sollte mit dem Training so fr\u00fch wie m\u00f6glich begonnen werden und nicht erst 1 Woche vor dem Ritt. Meine Pferde z.B. versuche ich schon 3 Monate vor dem Mehrtagesritt an l\u00e4ngere Ritte zu gew\u00f6hnen. Wir gehen im Schnitt 4x die Woche f\u00fcr 2h flott ins Gel\u00e4nde, 2x f\u00fcr 30 min auf den Reitplatz und 1x wird longiert oder spaziert. Die Gymnastizierung der Pferde darf nat\u00fcrlich nicht zu kurz kommen, denn nur vom gerade aus reiten k\u00f6nnen keine tragf\u00e4hige Muskeln entstehen. Es empfiehlt sich auch mal einen Halbtages- oder Tagesritt einzuplanen, um die ganze Ausr\u00fcstung zu testen. So kann der \u201eErnstfall\u201c am ehesten simuliert werden und allf\u00e4llige Schwachpunkte k\u00f6nne noch erkannt und behoben werden.<\/p>\n<p>Um das Pferd neben dem guten Konditionstraining noch entlasten zu k\u00f6nnen, laufen wir w\u00e4hrend dem Ritt auch sehr viel neben dem Pferd her. Vor allem bei l\u00e4ngeren Strecken bergab empfiehlt es sich abzusteigen, um den Pferder\u00fccken nicht unn\u00f6tig zu belasten. Daher ist auch eine gewisse Fitness f\u00fcr den Reiter unabdingbar. Beim l\u00e4ngeren Bergablaufen entlarven sich auch die kleinsten Druckstellen an den (Wander-)Schuhen, deshalb bitte vor dem richtigen Ritt testen \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Neben dem Konditionstraining gibt es aber noch andere Sachen, an die man zu Hause schon denken und dem Pferd zeigen kann. Wie das gemacht wird, dazu gibt es 1000 verschiedene Meinungen und Ideen, welche ich hier nicht alle auff\u00fchren kann. Wichtig scheint mir einfach, dass folgende Sachverhalte schon zu Hause angeschaut resp. ge\u00fcbt werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Stillstehen (beim Aufsteigen, beim Gep\u00e4ck montieren, beim Suchen in den Packtaschen, bei der Pipi-Pause \ud83d\ude42 )<\/li>\n<li>F\u00fchren: von links und rechts, auch von vorne und hinten\u00a0 (je nach Gel\u00e4nde sehr von Vorteil)<\/li>\n<li>Trittsicherheit: Wurzelwege, schmale Br\u00fccken, kurze Treppen, Ger\u00f6ll<\/li>\n<li>Fleissiges vorw\u00e4rts ohne jeden Schritt raustreiben zu m\u00fcssen<\/li>\n<li>Verkehrssicherheit: auch wenn\u00a0 m\u00f6glichst fernab vom grossen Verkehr geritten werden m\u00f6chte, l\u00e4sst sich das \u00dcberqueren einer mehr oder minder stark befahrenen Strasse nicht immer vermeiden.<\/li>\n<li>Trinken aus einem (Falt-)Eimer, Brunnen, Selbsttr\u00e4nke<\/li>\n<li>Gew\u00f6hnung an unterschiedliches Futter<\/li>\n<li>Gew\u00f6hnung an Ger\u00e4usche: Klett- oder Reissverschl\u00fcsse an Packtaschen oder Jacken sollten auch vom Pferd aus ge\u00f6ffnet werden k\u00f6nnen, ohne dass das Pferd erschrickt<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Packliste<\/strong><\/p>\n<p>Hier w\u00e4re noch eine Beispiels-Packliste, welche nach Belieben erg\u00e4nzt oder gek\u00fcrzt werden kann \ud83d\ude42<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/steffisblog.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Packliste.doc\">Packliste<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als begeisterte Wanderreiterin habe ich hier mal einige Gedanken zum Wanderreiten festgehalten. 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